Jahresvorschau – Februar 2011

Der Vermittlungsausschuss ist auch Ende Februar noch immer uneins über die Neuregelung der Hartz IV Sätze. Nach mehreren nächtlichen Sitzungen ist immer noch keine Übereinstimmung erfolgt. Bewegung ist aber in die Debatte über die Anhebung der Diäten gekommen. Es zeichnet sich ab, dass die Anhebung der Bezüge für Bundestagsabgeordnete sich künftig auch an der Einkommensentwicklung der Bevölkerung orientieren soll. Von der SPD kam der Vorschlag, als Bemessungsgrundlage die Einkommen der 10% der Bestverdienensten der Bevölkerung zu nehmen. Lediglich die beiden Vorsitzenden der Linken sind damit nicht einverstanden. Ernst fordert die Verdoppelung des steuerfreien Satzes und Gregor Gysi Bonusmeilen bei der Lufthansa auch für Zug- und Taxifahrten.

Die Bahn hat ein erneutes Problem mit zahlreichen, verspäteten Zugverbindungen. Nachdem die Temperaturen seit Tagen unter Null Grad, das auch tagsüber, herrschen. Der Sprecher der Bahn in einem Interview: „Wir wurden von dem plötzlichen Temperatursturz völlig überrascht, arbeiten aber mit Hochdruck daran, das Problem in den Griff zu bekommen.“ „Man kann auch annehmen, das es im Februar mal ein paar Tage kälter ist“ so der Kommentar eines Bahnkritikers in Bezugnahme auf das Interview.

In Essen ist nach dem vielen Schnee über vergangene Weihnachten der Nahverkehr immer noch nicht im vollen Umfang verfügbar. Die EVAG hat nur noch ca. 50% der Straßenbahnen und der Busse im Einsatz. Die Schuld schiebt das Unternehmen auf die Stadtreinigung, die es nicht geschafft hat, die Haltestellen rechtzeitig zu räumen. „Wir leisten aber einen effektiven Umweltschutz, da wir deutlich weniger Fahrzeuge im Einsatz haben und erheblich an Energie und Treibstoff einsparen.“ Auf die geplante, witterungsbedingte Anhebung der Fahrkartenpreise von 12% verweigerte das Unternehmen jegliche Stellungnahme.

Der HSV hat abermals seine Trikotfarbe geändert. Gespielt wird jetzt in Anlehnung an die Tradition des Vereins in Roten Lackröckchen. Außerdem gibt es eine Neuerung: Die Tickets von 94 Euro pro Stück im Lokalderby gegen den kleinen, aber feinen FC St. Pauli haben nur noch eine Gültigkeit für eine Halbzeit, die ab sofort 3 Stunden dauert. „Wir freuen uns, dass die DFL unserem Antrag auf Halbzeitverlängerung stattgegeben hat. Jetzt können wir völlig neue Einnahmequellen erschließen und uns den Wunschtrainer leisten, den wir schon immer haben wollten.“ Wird der Vorstand, Bernd Hoffmann zitiert. Auf die Frage wer es sein wird, verwies Herr Hoffmann aber auf die neu gegründete Trainerfindungskommission. Das Derby geht 2:0 verloren, aber leider hat es kein Gästefan im Stadion miterlebt. Der FC St. Pauli meldet aber noch am gleichen Tag einen neuen Rekord für ein Public Viewing bei einem Bundesligaspiel, rund 35.000 Zuschauer fanden sich im Millerntorstadion ein und feierten ihre Helden frenetisch. Jendrisek, der erst in der Winterpause von Schalke 04 ausgeliehen wurde mit dem 1:0 und Asamoah mit dem 2:0, markierten die Treffer.

Die Umfragewerte der FDP stürzen auf unter 2,5% ab. Der Einzug in die Hamburger Bürgerschaft wurde bei der Wahl verpasst. „Wir müssen unbedingt den Vorsitzenden austauschen“ so der Rebell Kubicki in einem Interview in den Tagesthemen. Westerwelle lassen alle Rücktrittsforderungen kalt, mit einem „Qualität setzt sich immer durch“ wischt er alle anderen Argumente vom Tisch.

Lidl schafft neue Stellen, diese Kampagne begleitet alle Anzeigen des Konzerns im Monat Februar. „Möglichst viele sollen von unserem guten Arbeitsklima und den außergewöhnlichen Löhnen profitieren“ so der Unternehmenssprecher. Gleichzeitig limitiert das Unternehmen die maximale Stundenzahl für alle Teilzeitbeschäftigen auf 20 pro Woche, also, da es ja nur noch Teilzeitbeschäftigte gibt, gilt das eben für alle Mitarbeiter.

Die neue Sat1 Show, Deutschland sucht den besten Unteroffizier, bricht alle Rekorde in der werbe relevanten Gruppe von 18 bis 49. Der Marktanteil wird mit 45% angegeben. Es wird ein Fehler in der Software festgestellt, welche ja benötigt wird um an den Abstimmungen über das Internet teilzunehmen. Es besteht aber keine Gefahr für die Bürger und Bürgerinnen, beschwichtigt Stephanie zu Gutenberg. Das BKA meldet die Festname von 45 Personen, die sich während der Werbepausen Schmuddelkram auf ihrem Rechner angesehen haben.

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