Wochenkuriositäten 2011-8 stolze, deutsche Sozialdemokratie

Wie durch Zufall bin ich am vergangenen Sonntag in der Essener City auf dem Veranstaltungsplatz der Demonstrationen zum 1. Mai gelandet. Sonst heißt der Kennedy Platz. Neben eine großen Bühne war auch eine Blaskapelle  eines Bergmannsvereins anwesend, diese durften aber nicht auf die Bühne sondern nur seitlich daneben. Es muss eben genug Platz fuer die wirklich wichtigen Leute sein, und daneben haben die kleinen Leute eben nichts zu suchen.Die Freunde von den Gewerkschaften waren auch mit zahlreichen Ständen vertreten und demonstrierten den Schulterschluss mit der deutschen Partei, die das Wort „Sozial“ am Anfang ihres Namens trägt. Das übliche Geplänkel drehte sich hauptsächlich um den Mindestlohn und die bevorstehende Öffnung des Arbeitsmarktes, besonders für  sogenannte Billiglöhner aus dem Osten der europaweiten Union. Auf vernünftige Aktionen gegen die Ausbeutung der Arbeitnehmer, z. B. durch Zeitarbeit wartet man immer noch.

Ein paar getreue der örtlichen SPD liefen dann auch Fahnen schwenkend mit Unterstützung einer weiteren Blaskapelle vom Hauptbahnhof in Richtung Versammlungsplatz. Warum diese Unterstützer immer noch den den Worten ihres Vorsitzenden glauben, die Sozialdemokratie sie wieder im Kommen, verschließt sich mir völlig. Bislang hat es keine Partei in der Geschichte der Bundesrepublik vollbracht, den Sozialabbau so massiv zu betreiben wie die Rot-Grüne Bundesregierung unter dem „Messias“ Schröder. Sie hat eine umfangreiche Gesundheitsreform durchgesetzt an mit sehr vielen Vorteilen, außer fuer die Versicherten, sie haben ein bürokratisches Monster geschaffen, in dem 7 Millionen Deutsche gefangen sind und diffamiert werden, es nennt sich Hartz IV, sie haben der deutschen Atomindustrie die erste Verlängerung geboten und zu ersten mal in der Geschichte des Landes deutsche Soldaten in Kampeinsätze geschickt. Als Juniorpartner der der nachfolgenden Regierung haben sie mal wieder ihrem Namen „Sozial“ alle Ehre gemacht und die Spekulationsverluste der deutschen Banken sozialisiert, so das alle etwas davon haben. In den letzten Monaten sprach die Führungsriege der Partei nach dem Verlust von mehr als 10% und der absoluten Mehrheit in Rheinland Pfalz und nur noch kümmerlichen 20% als drittstärkste Partei in Baden Württemberg davon, das die Deutsche Sozialdemokratie wieder stark im kommen sei. Also wäre ich da Mitglied und sollte Sonntag morgens Fahnen schwenkend und Beifall spendend auf irgend einem Platz dieser Republik stehen, ich würde mich schämen, ganz gewaltig.

Abends in den Nachrichten Sendungen lässt der dicke Vorsitzende wieder die Worte von der großen deutschen Sozialdemokratie in allen Interviews raus.

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