Nordsternpark

Es war mal wieder an der Zeit, einen ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen, als ziel hatte ich mir dieses Mal, das Gelände der ehemaligen Zeche Nordstern in Gelsenkirchen ausgesucht. Da ich, um bösen Überraschungen vorzubeugen, erst einmal im Internet nachsehe, was mich dort erwartet, wie ich am besten dort hin komme und wie viel Zeit ich für die Tour einplanen muss. So auch für meine Sonntagstour, die auf den Samstag vorgezogen hatte, weil mir das angekündigte Wetter besser erschien um Fotos zu machen. Wie sich am Sonntag herausstellen sollte, eine kluge Entscheidung. So ging es dann nach einem ausgiebigen stärkenden Frühstück um 10:30 h los.

Knappe fünf Kilometer von meinem Startpunkt bis zum Ziel zeigte mir Google Maps auf. Das sollte bei einer Temperatur von knapp unter 20° gut zu schaffen sein, und so kann ich das eine oder andere Foto noch unterwegs machen. Die Strecke im Park selbst plante ich zwischen drei und fünf Kilometer eine, dann macht das mit dem Rückweg so schlappe 15 Km, das sollte ich noch schaffen, zeitlich war ich ja nicht gebunden. Also los, erst durch das Zollvoreingelände, über den Katernberger Markt, die Schalker Straße Richtung Gelsenkirchen und praktisch Stadtgrenze an Stadtgrenze dann der Nordsternpark. Bis auf die zwei Kreise in welchen der Verkehr von und zur A42 fuhr eine recht angenehme Strecke.

Ist das Konzept von Zollverein auf die auswärtigen Touristen angelegt, so bietet der Nordsternpark einiges mehr an Erholung, die Anlagen sind deutlich gepflegter, schöner anzusehen. Die alte Industrie spielt hier nur eine nachgeordnete Rolle. Sicher, die Gebäude sind bei weitem nicht so imposant wie auf der Katernberger Zeche, das Gelände auch nicht so groß, dafür aber deutlich besser in „Schuss“. Es gibt Grillplätze, Brücken über den Kanal, einen Schiffsanleger für den Ausflugsdampfer, ein Freilichttheater und vieles mehr. Die Firma Märklin betreibt in der ehemaligen Lohnhalle einen kleine Miniatureisenbahn mit sehr hohem Eintritt. Es kann ein Stollen besichtigt werden, Gärten mit verschieden Bepflanzungen stehen zur Verfügung, alles in allem eine runde Sache für Leute die Zechenromantik mögen. Nicht vergessen darf ich den Herkules von Gelsenkirchen, der auf einem der Gebäude thront und seinen Blick auf die Stadt richtet. Wer also im Ruhrgebiet ein grünes Plätzchen mit nicht ganz so vielen Touristen sucht, der ist im Nordsternpark genau richtig.

Nach der Besichtigung des Restaurants mit dem wunderschönen Wintergarten und einem kurzen Plausch mit dem Inhaber(?) und der Erlaubnis ein paar Fotos zu machen, habe ich mich dann für eine Weile im ebenfalls zum Restaurant gehörenden Biergarten niedergelassen um eine Kleinigkeit zu essen und die im Juli 2012 spärlichen Sonnenstrahlen und den alten jungen Bäumen zu genießen. Ein Besuch im Restaurant in wirklich sehr schöner Atmosphäre habe ich auf Später vertagt, da ich das in aller Ruhe und ohne den immer drohenden Regen machen will. Selbst das Ambiente im Biergarten ist Klasse, das personal ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Die dort angebotenen Speisen sind, zumindest den Burger den ich gegessen hatte, sehr gut. So konnte ich gut gestärkt den zweiten Teil meiner Erkundung über das ehemalige Zechengelände fortsetzen. Das sich die Pause mit der verbundenen Getränke und Lebensmittelaufnahme noch als sehr sinnvoll erweisen sollte konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.

Werde mir den Biergarten und auch die Extraschicht wohl noch mal am 30. Juni 2012 ansehen, schon allein wegen der Lichter.

Nicht nur für Zechenbesucher:
Heiner’s
Am Bugapark 1d
45899 Gelsenkirchen
Phone +49 209 1772-222
Internet
Facebook

Ein Kommentar

Eingeordnet unter ...und so, Sonntagsspaziergang

Eine Antwort zu “Nordsternpark

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