Archiv der Kategorie: Ruhrkultur

Lesen!

VGHier und da bin ich ja schon auf das Werk gestoßen worden, auch in meiner Liste „diese Bücher lesen“ stand es dann ganz oben und so habe ich es mir dann letzten Donnerstag gekauft und wollte nur etwas für das angekündigte, verregnete Wochenende haben, damit ich mich nicht langweile. einen kurzen Blick habe ich dann am Donnerstag Abend riskiert, Freitag dann das Werk vollendet und am Samstag morgen bei Regen in die Stadt zu fahren, um mir ein neues Buch gegen Langeweile bei verregneten Wochenende zu kaufen.

Wir stehen eine Weile mit laufendem Motor da. Wir können nicht weiterfahren, denn die Straße ist voller Pferd. Dann geht die die Kirchpforte auf, Hochzeitsmarsch, und das Brautpaar tritt heraus. Hinter uns kommt die Polizei mit Blaulicht. Wir fahren rechts ran. Blumenkinder werfen Rosenblätter. Lächeln, Händeschütteln, Gratulation. Das Pferd ist weiterhin tot.

Fast auf den letzten Seiten angelangt, wusste ich nicht was ich als trauriger empfand, dass Lisbeth gestorben ist, oder das ich nur noch gute 20 Seiten vor mir hatte. Alles ist sehr einfühlsam beschreiben. Selten, dass ich ein Buch mit solche Hingabe gelesen habe, ich konnte einfach nicht aufhören. Unbedingt empfehlenswert!

Vanessa Giese
Da gewöhnze dich dran (wie ich mein Herz an den Pott verlor)

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Umwege

quiz9Geplant habe ich, mich im Internet schlau gemacht, dann denn Routenplaner von Google zum qualmen gebracht… und was ist passiert, der Reihe nach. Nach Ankündigung der Schlechwetterperiode von fallenden Temperaturen unter 15° beschloss ich am letzten Wochenende der Zeche Hannover einen Besuch abzustatten. In Bochum, zu Fuß unter Ausnutzung der letzen Sonnenstrahlen. Aufmerksam machte ich mich mit dem ausgedruckten Plan auf den Weg, beobachte die Umgebung (ich bin da mehr ein Umherläufer als ein Spaziergänger). Plötzlich fiel mir ein Plakat in den Blick, Zechenfest war darauf angekündigt, und das nach immerhin schon der Hälfte des Weges also knapp fünf Kilometern.

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consol3Einfach links abgebogen statt gerade aus gelaufen. Gelandet bin ich auf der Zeche Consolidation, im Volksmund auch Consol genannt. Genau die, mit den markanten und aus einem bestimmten Blickwinkel, unterschiedlichen Türmen. Und Zechenfest, da bin ich ja immer für zu haben. Gut, eins habe ich praktisch vor der Haustür, die Party vom Weltkulturerbe. Aber ein Fest einer Zeche, die fast ausschließlich vom privaten Förderverein unterhalten wird, das ist dann doch etwas ganz besonders.

Von hier aus kannze bis nach Lüdenscheid guckn, musse aba nicht

consol14So erfährt man, das die Pleulstange des mit Pressluft angetriebenen Förderturms inklusive dem Gelenk mal eben schlappe 56 Tonnen wiegt, die ganze Maschine knappe 280 Tonnen und das die Kleinigkeit von 42 Tonnen Kohle innerhalb von 2:30 Minuten aus ca. 11oo m Tiefe gehohlt wird und wenn ein Korb nach oben fährt, gleichzeitig einer Anderer abgesenkt wird. Das alles wird erklärt von einem Mann, der sich seinen Ruhestand mehr als verdient hat, diese Erklärungen aber mit eine Freude und Begeisterung an jeden bringt, das jeder festangestellte Museumswärter bei ihm ein Tagesseminar buchen sollt, wie Informationen mit Herzblut an den Mann gebracht werden. Gilt natürlich auf für Frau und Kind. Dazu noch Rahmenprogramm, fast ausschließlich von jungen und jüngeren Künstlern, also Musik, Tanz und Performance.

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consol4Und weil das alles noch nicht ausreicht, war auch das zweite Maschinenhaus mit den nicht restaurierten und auf Hochglanz gebrachten Kompressoren geöffnet und bot allerlei aus einer Zeit, die ich im Ruhrgebiet (leider) nicht mehr kennengelernt habe. Also eine kleine Planänderung, die ich alles andere als bereut habe. Zeche Hannover steht bestimmt auch noch bei den nächsten Sonnenstrahlen, auch wenn mich stark das Gefühl beschleicht, das angenehme Temperaturen erst wieder im kommenden Jahr herrschen…
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Unterschied

kunstschuhMarkus weilt öfter in Berlin und hatte über Twitter ein Paar Schuhe, aufgehängt an einem Straßenschild gepostet. Es sah auf dem Bild so aus, dass dort jemand seinen Müll entsorgt hätte.

Das hier im Ruhrgebiet mehr Leute wohnen, die aus dem Nichts dann doch noch etwas machen, sieht man ganz deutlich auf dem Foto, hier wird alles noch weiterverwendet und wenn es nicht anders geht, macht man halt Kunst daraus. Kunst im öffentlichen Raum! Das sollen uns die Hauptstädter erst einmal nachmachen.

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Sonntags wenn der Regen unerbittlich fällt…

… und ich den geplanten Besuch der Staffelmeisterfeier nebst des letzten Saisonspiels sausen lasse, weil mir die Gefahr zu groß ist, dass mir Schwimmhäute zwischen den Zehen wachsen. Also Alternativprogramm, gut das ich in der Nähe des Weltkulturerbes wohne und alle Kulturweltebe einen gemeinsamen Tag zum sich selbst feiern auserkoren haben, den letzten Sonntag. Neben dem üblichen museumsgedöns, der Führungen und Ausstellungen, gibt es an diesem Tag noch zahlreiche weitere Veranstaltung auf dem Gelände der ehemals größten Zeche Europas. viele kleine, beachtenswerte Sachen befinden sich darunter. So stellt die Feuerwehr Essen nicht nur historische Fahrzeuge aus und die netten Mitarbeiter informieren, darüber, wie lange eine fachgerechte Restauration eine LKW von Krupp gedauert hat, nein, sie grillten, backten und verkauften Getränke für einen guten Kurs. Alles im strömenden Regen. Weiterlesen

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Mal wieder…

… nach langer Zeit aufgerafft um in ein Theater zu gehen. Die Wahl viel auf das Freudenhaus in Essen-Steele. Ein kleines Theater, fast an der Ruhr gelegen, in einer ehemaligen Schule, die etwas später zum Steelener Rathaus umfunktioniert worden ist. neben dem Theater ist dort noch ein Kulturzentrum beheimatet, das Grend. Alles tiptop renoviert, ein kleines Restaurant/Bar ist ebenfalls noch dabei. Neben Theater gibt es also auch noch Konzerte. Das Theater hat ca. 100 Plätze, die sicht ist von allen Plätzen sehr gut. Soviel also zu Location. Weiterlesen

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