Schlagwort-Archive: Insolvenz

Entscheidung gefallen

Am Freitag war es endlich soweit, dass Aus für Schlecker wurde verkündet. Von allen Seiten ist Bedauern zu hören, die Forderungen an die Politik ragen in allen Artikel der Medien im Internet heraus. Die Blockadehaltung zur Einrichtung einer Beschäftigungsgesellschaft oder staatlicher Hilfen  der FDP wird ein ums andere Mal in den Vordergrund gestellt und gerügt. Auch wenn ich kein Freund der freiheitlichen Demokraten bin, halte ich die Entscheidung für richtig, aber die Politik will ich nicht aus der Verantwortung lassen. Denn sie hat versagt. Versagt als es darum ging, prekäre Beschäftigungsverhältnisse zuzulassen, versagt als massenhaft Skandale um Schlecker bekannt wurde, was die Behandlung und die Bezahlung der Mitarbeiter anbetrifft. Ein Milliardenvermögen soll der Patriarch angehäuft haben, alles auf Kosten seiner Angestellten. Sicher, einen Großteil hat er wohl wieder in seine marode Drogeriekette gesteckt, um das Schlimmste, was jetzt eingetreten ist, noch abzuwenden. Aber wer noch mehrmals in der Woche mit seinem Porsche in die Zentrale oder einzelnen Geschäften fährt, der kann noch nicht am Hungertuch nagen. Weiterlesen

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Nachbetrachtung

Am vergangenen Freitag jagte plötzlich eine Meldung durch das Internet: Schlecker würde einen Antrag auf Insolvenz stellen. Nun bin ich jemand, der versucht, sein Einkaufsverhalten so zu steuern, dass ich mein Geld bei Unternehmen lasse, welche zumindest ihre Mitarbeiter vernünftig behandeln und bezahlen. Die Drogeriekette aus Ulm war neben Lidl einer der ersten auf meiner Liste, die irgendwann nach der Jahrtausendwende bei mir im Kopf entstanden ist, mit dem Hinweis „hier nicht einkaufen“. Konsequenterweise habe ich mich auch immer daran gehalten, so gut es ging, ich beziffere mal meine Einkäufe bei diesen Unternehmen weniger als 10 in den letzten Jahren letzten Jahrzehnt. Meine Liste wurde auch ständig erweitert, mittlerweile stehen da mehrere Unternehmen drauf, die ich, so gut es geht und es geht zumindest in einer Großstadt gut, nicht frequentiere. Weiterlesen

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Wochenkuriositäten 2011-7 drastische Strafen

Eigentlich mit einem sozialen Hintergrund im Jahr 1918 gegründet wurde die Gagfah und dann irgendwann im Zuge der chronischen Geldknappheit des deutschen Staates an den amerikanischen Investor Fortress verscherbelt verkauft. Soweit ist das nicht verwunderlich, aber im Jahr 2006 machte die Gagfah die Stadt Dresden mit einem Schlag schuldenfrei, indem sie den gesamten Wohnungsbestand der Woba Ost und West aufkaufte. Dabei verpflichtete sich das Unternehmen, eine Sozialcharta was den Verkauf der Wohnungen anbetrifft einzuhalten. Wenn wurder es also im Jahr 2011 noch, das dieses nicht gemacht wurde und die Stadt Dresden eine Nachforderung von mehr als 1 Milliarde an die Gagfah stellt und diese notfalls per Gericht eintreiben will. Weiterlesen

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Aufgegeben

hertie01Das ja die von Karstadt abgespaltete Kaufhauskette Hertie insolvent ist und alle ihre Kaufhäuser schliessen musste, betrift mich eher nur am Rande, das ist eben der Zahn der Zeit. Und Karstadt- oder Hertiekäufer war ich kaum, war mir immer das Angebot zu schlecht.  Selbst das Mitleid für die Angestellten hält sich in Grenzen, da ich oft schlechte Erfahrungen betreffs deren Freundlichkeit bei meinen Fragen gemacht habe, obwohl für das Scheitern sicherlich das Managment als Hauptgrund anzusehen ist.

Auch wenn hier im Stadtteil ein solches Haus seit einigen Wochen keine Kunden mehr bedient, bleibt hertie02ein wehmütiger Blick zurück auf die angeblich immer besseren Zeiten, damals. Was allerdings ein Bild des Grauens ist, der Anblick der leeren und zusammengeschobenen Regale, die vereinzelt noch vorhandenen Konsumartikel, die wirklich keiner mehr will, selbst für einen Euronen nicht.

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