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Verfall

strasse

Symbolbild

Vor ein paar Tagen habe ich die Meldung aufgeschnappt, das in Mühlheim die Straßenbahnen nach nunmehr 30 Jahren Dienstzeit ausgetauscht werden müssen. Gut, dreißig Jahre finde ich eine lange Zeit, das zeugt von der Qualität der damals angeschafften Bahnen. Leider haben es die Verantwortlichen der letzten Jahre verschlafen Rückstellungen für die Neuanschaffung der neuen Wagons zu bilden, also ist jetzt kein Geld da um den Austausch vorzunehmen. Es wird also überlegt, die Hälfte (!) der Linien zu streichen und durch billigere, aber deutlich umweltbelastenden Busse zu ersetzen. Für mich bleibt die Frage, was für Holzköpfe da in der Geschäftsleitung und in den Aufsichtsräten der Mühlheimer Verkehrsgesellschaft sitzen, die es nicht einmal schaffen, für die Abnutzung entsprechende Mittel auf die Seite zu legen um dem Bürger die Verkehrsinfrastruktur zu erhalten.

Ich warte auf den Tag, wo wieder Pferdefuhrwerke verkehren und die Kutschen Holzräder haben, die mit Eisen ummantelt sind. Lange kann das ja nicht mehr dauern. Und warum gehen kommunale Stellen immer davon aus, auch Straßen würden ewig halten?

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Niedergang

wat07Das Wetter was mehr so durchwachsen und ich wollte mich etwas bewegen und einiges für das Quiz fotografieren. Da bin ich also in Bochum gelandet, genauer im Stadtteil Wattenscheid. Das war mal eine selbständige Stadt und ist 1973 nach Bochum eingemeindet worden und es gab mal einen Bundesligaverein dort, der sich, erstaunlicher Weise mehrere Jahre in der ersten Liga halten konnte, heute aber in den Niederungen der 4. Liga verschwunden ist.  Soweit mein Wissen über Bochum Wattenscheid.

Vergleiche will ich jetzt nicht anstellen, denn insgemein gilt ja Gelsenkirchen als die Stadt des Niedergangs im Ruhrgebiet in Deutschland. Aber was sich in der Innenstadt von Wattenscheid abspielt, ist kaum zu beschreiben. Verfallene, ungepflegte Immobilien, Leerstand von Handelsflächen und gefühlt in jedem zweiten Schaufenster ein Schild, was das „Mieten“ anpreist, dabei hängen die Fotokopien mit den Telefonnummern und den Namen der Hausverwaltungen wohl schon mehrere Jahre unbeachtet in den Fenstern. Das seit Mai in NRW herrschende Rauchverbot hat bestimmt auch dazu beigetragen, das sich die wat01Kneipen und Restaurants um geschätzte 70% ausgedünnt haben (wahrscheinlich übertreibe ich hier wieder maßlos und es sind nur 40%).

Für mich, soviel steht fest, hat Wattenscheid den Gelsenkirchnern den Rang abgelaufen, was den Verfall der Innenstädte anbetrifft. Und das Argument, die Leute würden alles nur noch Online bestellen, lasse ich nicht gelten.

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Verfall

geperrtLangsam scheint das auch der Presse aufzufallen, das sich die Infrastruktur in diesem Land in einem langsam immer mehr zunehmenden Verfall befindet und immer schlechter wird. Das mit der Bildung (was ja immer als Zukunft dargestellt wird) immer schlechter wird, ist ja schon lange klar. Jetzt auch noch die für dieses Land notwendige Verkehrsinfrastruktur. Mal sehen wann die ersten Pferdefuhrwerke wieder auftauchen, oder die ersten Eurojobber anfangen Autobahnbrücken zu sanieren oder die Bahntrassen und die Wasserwege könnten auch eine Kernsanierung vertragen.

Wir haben ja bald Wahl, da kann man ja mal die Abgeordneten (oder die, die es werden wollen) vorher einmal fragen, wie es denn so weitergehen soll, mit diesem Land.

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