über den „Pott“

Abheben nicht möglich, einmal setzen und schon greift die Erdung

Das schöne am Ruhrgebiet, hier sind fast alle Leute „geerdet“ also dieses Gehabe und Getue, wie ich es aus anderen großen Städten, wie Hamburg und besonders München kenne, gibt es hier nur vereinzelt. Wenn ich trotzdem mal Lust auf sich selbst produzierende Leute habe, reicht es, wenn ich mich kurz in die S-Bahn setze und bis zum Hauptbahnhof nach Düsseldorf fahre, schnell zur Kö laufe und mich in ein Straßencafé, möglichst an einer Ampel setze und einfach nur beobachte. Nach fünf rasanten Anfahrmanövern, also nach maximal 30 Minuten kann ich dann die Servicekraft zum Zahlen bestellen und mich wieder auf den Heimweg machen.

Das Ruhrgebiet ist grün, sehr grün. Die Natur erobert sich mancherorts ihren Lebensraum zurück, auf manchen Grundstücken laufen die Hühner frei herum und alte Bahnanlagen wurden zurückgebaut und jetzt von Fahrradfahrern, besonders in den warmen Monaten genutzt. Die Autos sind auch nicht mehr so oft tiefer gelegt, wie man es eigentlich vermuten würde. Der Umgangston ist rau, aber in den meisten Fällen ernst gemeint. Besucher sollten sich darüber nicht aufregen.

Es gibt hier alte Industrieanlagen, die auf Entdeckung warten, eine überalterte Bevölkerung und teilweise „No go Areas“, besonders nach Sonnenuntergang. Also alles wie in einer richtigen Großstadt. Das Parken, auch in Innenstädten ist günstig, der nächtliche Abstellplatz für das Auto kostet mancher Orts noch nicht einmal 20 Euronen und es gibt Wohnungen, zu bezahlbaren Mieten und in einfacher Ausstattung, ohne Maklergebühr und Schlangen die bis hinunter zur Straße reichen.

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